Die Gruppe der Selbstklimmer
Diese Gruppe umfasst alle Kletterpflanzen, die selbstständig klettern können durch beispielsweise die Ausbildung von Haftwurzeln und anderen Kletterstrategien. Sie benötigen dafür keine Kletterhilfe in Form eines Gerüsts oder ähnlichem.
Bekannte Vertreter dieser Gruppe sind auf jeden Fall der Efeu und der Wein - beides Pflanzen, die ohne Probleme ganze Fassaden bewachsen. Ihre Haftorgane wachsen sinnvollerweise bevorzugt an ihrer lichtabgewandten Seite, so dass sie mit großer Wahrscheinlichkeit auch auf die Wand auftreffen. Ihre Jungtriebe sind ebenfalls sogenannte Lichtflüchter und bewegen sich bevorzugt an schattige Plätze, was leicht zur Folge haben kann, dass sie sich unter Dachziegeln und hinter Regenrinnen verstecken. Man nennt dieses Phänomen auch negativen Phototropismus.
Vor- und Nachteile der Selbstklimmer in der Fassadenbegrünung:
- Selbstklimmer benötigen keine Kletterhilfen. Man muss also nicht die Fassade beschädigen, um Rankhilfen zu befestigen und spart Geld.
- Diese Pflanzen sind häufig sehr starkwüchsig und begrünen eine Fassade sehr üppig und schön.
- Auf Grund dieser Starkwüchsigkeit, sollten die Pflanzen regelmäßig beschnitten werden, um sie im Zaum zu halten. Es besteht also ein gewisser Pflegeaufwand.
- Möchte man Teile der Pflanze von der Fassade entfernen, so hinterlassen die Haftwurzeln oder -scheiben deutliche Spuren, die sich oft nicht gerade einfach wieder entfernen lassen.
Auch in der Gruppe der Selbstklimmer gibt es nochmals eine Unterteilung der Pflanzen nach ihren Kletterstrategien in folgende Gruppen:
- Haftscheibenranker
- Haftwurzelkletterer

