Die Gruppe der Haftscheibenranker

Haftscheibenranker


Auch diese Pflanzen benötigen keine Kletterhilfe, denn sie haben ebenfalls eine Strategie gefunden, selbstständig Halt finden zu können.

Botanisch gesehen gehören sie eigentlich zu den Rankern, was sich nach wie vor in ihrem Namen niederschlägt. Sie bilden auch tatsächlich Ranken, die sich bei Kontakt mit der Unterlage in Haftscheiben umwandeln.
Dies heißt nichts anderes als dass die Pflanze am Ende der Ranke ein Sekret abgiebt, mit dessen Hilfe sie sich an der Unterlage festklebt.
Man kann sich wirklich immer wieder über die Erfindungen der Natur wundern, denn diese Haftscheiben kleben so stabil, dass sie sogar auf so glatten Oberflächen wie Glas Halt finden.

Auch Haftscheibenranker können nur mit jungen Trieben klettern. Sobald diese Verholzen können sie keine Haftscheiben mehr bilden. Waren sie zu dem Zeitpunkt noch nicht mit ihrer Unterlage verbunden, so können sie auch nachträglich nicht noch Halt finden.

Folgende bekannte Kletterpflanzen gehören zu der Gruppe der Haftscheibenranker:



Name Belaubung Blüte Frucht Wuchs
Parthenocissus quinquefolia (Wilder Wein) sommergrün,
im Herbst: scharlachrot bis gelb im Schatten, frühfärbend
grünweiße Rispen, unscheinbar schwarz, erbsengroß 10 - 15 m Höhe, 1 -2 m Breite,
auch schleppenartig überhängend,
Jahrestrieb 60 - 90 cm

Parthenocissus quinquefolia 'Engelmannii' (Engelmanns-Wein) sommergrün,
Herbstfärbung: flammendrot
grün schwarz 15 - 18 m Höhe, 3 - 4 m Breite, starkwüchsig, auch schleppenartig überhängend, Jahrestrieb 30 - 120 cm
Parthenocissus quinquefolia 'Veitchii' (Jungfernrebe) sommergrün, Austrieb rötlich
Herbstfärbung: gelborange bis glühendscharlach
gelbgrüne Trugdolden, unscheinbar schwarz, erbsengroß 15 - 18 m Höhe, sehr starkwüchsig, mattenartig dicht, Jahrestrieb 80 - 200 cm