Die Gruppe der Spreizklimmer

 

Spreizklimmer

Diese Gruppe der Kletterpflanzen hat keine besondere ausgefeilte Strategie entwickelt, um den Weg zum Licht zu erklimmen. Sie entwickeln lange, biegsame Triebe, die sich beim in die Höhe Wachsen überall, wo es möglich ist verhaken und einspreizen. Um wirklich guten Halt zu erlangen, bilden sie abstehende Seitentriebe,zum Teil auch noch unterstützt durch Dornen, Borsten oder Stacheln, mit denen sie sich wie mit Widerhaken an Astgabeln, Gittern oder Spalieren verspreizen.

Finden die Triebe keinen Halt, dann sinken sie bedingt durch ihr Gewicht zu Boden, wo sie mit der Zeit Halt an ihren eigenen Trieben findet. Daraus entsteht dann das typische undurchdringliche und wuchernde Dickicht, das man häufig von Brombeeren her kennt.
Wenn solches nicht erwünscht ist, dann muß man die Triebe regelmäßig an einer vorhandenen Kletterhilfe hochbinden.

Aus diesen Eigenschaften der Pflanzen ergeben sich folgende technische Anforderungen an die Kletterhilfen:

  • Die ausladenden Triebe verursachen eher eine Ausbreitung in die Breite als in die Höhe. Die Kletterhilfen sollten also hauptsächlich horizontal orientiert sein.
    Dafür eignen sich besonders gut Spanndrähte, Geflechte oder Spaliere.
  • Die Gitterweite der Kletterhilfe muß größer dimensioniert sein wie bei den meisten anderen Kletterpflanzen. Der Abstand sollte mindestens 10 cm sein und kann gerne um einiges größer ausgewählt werden.



Folgende bekannte Kletterpflanzen gehören der Gruppe der Spreizklimmer an:

Name Belaubung Blüte Frucht Wuchs
Jasminum nudiflorum (Winter-Jasmin) sommergrün,dunkelgrün, klein, dreizählig leuchtendgelb (Dezember) Februar bis März, abhängig von warmer Witterung 2-3 m Höhe, 2 m Breite, mittel- bis starkwachsend, dünne, grüne peitschenartige Triebe, Jahrestrieb: 40-80 cm, auch schleppenartig überhängend, dann 2-5 m lang, 2-3 m breit, verträgt Formschnitt als Hecke
Rosa arvensis (Feld-Rose) sommergrün, mittelgrün, fünf- bis siebenfiedrig, eiförmige Blättchen, lang haftend weiß, groß und schalenförmig, im Juli kugelige, ziegelige Hagebutten ab September 0,5-2 m Höhe, 1-2 m Breite, bogenförmig ausgebreiteter Normalstrauch oder Spreizklimmer, zum teil mit dünnen, kriechenden, bewurzelden Trieben und zum Teil kletternd, mittelstark wachsend
Kletterrosen sommergrün, meistens dunkelgrün von matt bis stark glänzend je nach Sorte variabel in weiß, gelb, orange, rot und rosa, meistens halbgefüllt bis gefüllt, häufig intensiv duftend Hagebutten 2-3 m Höhe, meist aufrecht wachsend
Rubus fruticosus (Brombeere) sommergrün bis wintergrün, wechselständig unpaarig drei-, fünf- und siebenzählig gefiederte, gezähnte Blätter meist weiße, selten rosafarbene Blüten am zweijährigen Holz blauschwarze Sammelsteinfrüchte ab Juli bis Oktober, sehr Vitamin A- und C-haltig, wohlschmeckend 0,5-3 m Höhe, mittel- bis starkwüchsig, oft starkrankend
Rubus henryi (Immergrüne Kletter-Brombeere) immergrün, oberseits glänzendgrün, unterseits auffallend weißfilzig, meist tief dreilappig oder nur lanzettlich matt hellrosa im Juni rötlich-schwarze Brombeeren mit fadem Geschmack 2-3 m Höhe, mäßig- bis schnellwüchsig, aufrecht, teilweise dickichtartig



Neuen Kommentar schreiben

Plain text

  • No HTML tags allowed.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.
CAPTCHA
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.