Wann und wie werden Kletterpflanzen geschnitten?
Bis auf wenige Ausnahmen müssen Kletterpflanzen garnicht oder nur wenig geschnitten werden.
Ob und wann man schneidet hängt zum einen natürlich von der Pflanzenart und hauptsächlich von ihrem Blühzeitpunkt ab und zum anderen auch vom gestalterischen Aspekt.
Die meisten eingewachsenen Kletterpflanzen erhalten am besten direkt nach der Blüte oder aber im Spätwinter einen Auslichtungsschnitt.
Da ja in den meisten Fällen bei Kletterpflanzen ein dichter Bewuchs erwünscht ist, lichtet man nur vorsichtig und bei Bedarf aus, wobei das Augenmerk auf dem Zurückschneiden der älteren Triebe auf jüngere Seitentriebe liegt. Dadurch wird immer wieder eine Verjüngung der Pflanze erreicht einhergehend mit noch dichterem und üppigeren Neuaustrieben.
Gelegendlich wird auch ein gröberer Rückschnitt erforderlich.
Dies betrifft vor allem die sehr wüchsigen Kletterpflanzen, die häufig der Gruppe der Schlinger zugeordnet werden können, da diese sehr schnell einmal ein Gebäude im wahrsten Sinne des Wortes "in den Griff" nehmen können. Gemeint sind hier beispielsweise der Blauregen (Wisteria in Arten und Sorten) und der Schlingknöterich (Fallopia baldschuanica).
Da diese Arten tatsächlich grobe Schäden am Gebäude oder an Gebäudebestandteilen verursachen können, sollte man grundsätzlich die Dachrinnen sowie Fallrohre freischneiden. Auch das ein oder andere Geländer könnte mit der Zeit verunstatltet werden, wenn es von einem Schlinger in die Mangel genommen wird.
Natürlich gibt es wie immer Ausnahmen und Besonderheiten beim Schneiden von Kletterpflanzen. Auf diese soll auf den folgenden Unterseiten detaillierter eingegangen werden.

